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#youth#no/border#show

Während des Umbaus im Palais Liechtenstein und danach in der Ausstellung wurde mit Jugendlichen zu den Themen 'Grenze-Bildung-Katastrophen' geforscht und gestaltet, herausgekommen ist eine ansehnliche Performance durch die Ausstellung, die Inhalte und Ansichten der Ausstellung #Von Hugo bis dato... zugänglich macht.

Nächste Aufführungstermine: LANGE NACHT DER MUSEEN am 6.10.2018
Ort: Palais Liechtenstein

Performerinnen

Stefanie Ammann, Patrick Schwaiger, Ramona Kurz – Lehrlinge im Amt der Stadt Feldkirch
Cristan Carrillo, Lina Goldner, Felix Hofer, Sophia Luise Jenny, Lea Parsch, Emma Siciliano – Schülerinnen und Schüler des BG Feldkirch Rebberggasse

DOKUMENTATION

Mai 2018
AM ZUG

AM ZUG
ist ein performatives Theaterprojekt über drei Länder hinweg, das das gemeinsame und trennende Alltagsleben in der Grenzregion thematisiert.

Wieviel Grenze braucht die Nation, um dem Ostschweizer ein Heimatgefühl zu vermitteln, der Liechtensteinerin das Ausgehen in
Feldkirch zu versüssen oder den BewohnerInnen von Feldkirch staunend zu zeigen, wer da aller neuerdings als ArbeitsmigrantInnen an der Grenze strandet.

Ein Sonderzug wird gemietet, er fährt die Bahnstrecke über die drei Länder in langsamem Tempo ab,im Zug wird performt, an den Bahnhöfen Feldkirch/Nendeln/Buchs ebenfalls. Die Schauspieler Romeo Meyer aus Zürich, Martina Dähne aus Wien, Helga Pedross aus Italien, Andreas Schwankl aus München und die Artistin Tamara Kaufmann aus Liechtenstein erzählen drei Reisegeschichten von drei AutorInnen aus A,FL, CH für drei Waggons. An den Bahnhöfen spielen Laiengruppen in Chören zu Texten der AutorInnen, die Frage nach Identitäten in einem surrealen Ambiente von Kommen und Gehen wird gestellt. Feldkirch ist ein zeitgemässer Bahnhof, Reisende wie Pendler und Fernreisende, ArmutsmigrantInnen, Security, von der Grenze ist wenig zu spüren. Der Bahnhof in Nendeln / FL liegt in einem langen Dornröschenschlaf seit 1872 und wird von einem dadaistisch anmutenden Text nach Stefan Sprenger bespielt. Der Bahnhof Buchs markiert den harten Grenzposten für alle 'Problemreisenden', die aus dem sogenannten 'Osten', den Railjets aus Wien, kommen und am Fremdengleis auf Perron drei ankommen. Daneben läuft der dröge Alltagspendelverkehr.

Grundlage der Texte sind Recherche der AutorInnen, Interviews und viele Zugfahrten und Besprechungen im Austausch aller drei Länder.

Team.

Inszenierung: Brigitte Walk

AutorInnen: Maximilian Lang / A, Rebecca Schnyder / CH, Stefan Sprenger / FL

Musik: Marcus Nigsch

Bühne: Andrea Hölzl

Kostüme: Sandra Münchow

Maske: Sandra Wartenberg

SchauspielerInnen: Romeo Meyer, Andreas Schwankl, Helga Pedross, Martina Dähne, Tamara Kaufmann

Amateurgruppen in Feldkirch / Nendeln / Schaan

Kooperation: Theater Karussell / FL, Elena Colaianni / CH

Technik: Matthias Zuggal

Abendtechnik: Suat Ünaldi

Regieassistenz: Marina Rützler

Produktionsleitung: Nicole Wehinger

VERMITTLUNGSPROJEKT

Mit Schülerinnen und Lehrlingen von 11/2017 bis 5/2018

Premiere am 18.10.2018

Vorstellungen am 19.10./20.10./21.10./22.10./23.10./24.10./25.10.2018

Beginn: jeweils 19.45 Uhr

Ort: Bahnhof Feldkirch

Tickets: v-ticket.at

 

"Mitwohner sollen wir des Lands hier sein und frei,

Geschützt vor Zugriff, vor dem Raub durch irgendwen;

Und keiner der Bewohner soll, kein Fremder uns

Wegführen; sollt es sein, daß man Gewalt gebraucht,

Soll, wer nicht eilt zu Hilfe von den Bürgern hier,

Ehrlos sein, Flüchtling, durch des Volks Beschluß verbannt.

So war das Wort, das, überzeugend, sprach für uns

Pelasgias Fürst, vor Zeus', des Flüchtlingsschützers, Zorn,

Dem schweren, warnt' er, den in Zukunft nie die Stadt

Großmästen dürfe; wider Gast und Landeskind".

 

Aischylos. "Die Schutzflehenden"