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Mai 2018
AM ZUG

AM ZUG
ist ein performatives Theaterprojekt über drei Länder hinweg, das das
gemeinsame und trennende Alltagsleben in der Grenzregion thematisiert.

Wieviel Grenze braucht die Nation, um dem Ostschweizer ein Heimatgefühl zu vermitteln, der Liechtensteinerin das Ausgehen in
Feldkirch zu versüssen oder den BewohnerInnen von Feldkirch staunend zu zeigen, wer da aller neuerdings als ArbeitsmigrantInnen an der Grenze strandet.

Ein Sonderzug wird gemietet, er fährt die Bahnstrecke über die drei Länder in langsamem Tempo ab,im Zug wird performt, an den Bahnhöfen Feldkirch/Nendeln/Buchs ebenfalls. Die Schauspieler Romeo Meyer aus Zürich, Martina Dähne aus Wien, Helga Pedross aus Italien, Andreas Schwankl aus München und die Artistin Tamara Kaufmann aus Liechtenstein erzählen drei Reisegeschichten von drei AutorInnen aus A,FL, CH für drei Waggons. An den Bahnhöfen spielen Laiengruppen in Chören zu Texten der AutorInnen, die Frage nach Identitäten in einem surrealen Ambiente von Kommen und Gehen wird gestellt. Feldkirch ist ein zeitgemässer Bahnhof, Reisende wie Pendler und Fernreisende, ArmutsmigrantInnen, Security, von der Grenze ist wenig zu spüren. Der Bahnhof in Nendeln / FL liegt in einem langen Dornröschenschlaf seit 1872 und wird analog zur musealen Selbsteinschätzung Liechtensteins (nach Stefan Sprenger) so bespielt. Der Bahnhof Buchs markiert den harten Grenzposten für alle 'Problemreisenden', die aus dem sogenannten 'Osten', den Railjets aus Wien, kommen und am Fremdengleis auf Perron drei ankommen. Daneben läuft der dröge Alltagspendelverkehr.

Grundlage der Texte sind Recherche der AutorInnen, Interviews und viele Zugfahrten und Besprechungen im Austausch aller drei Länder.